Bold Gold &
Power Glam
(1965-1980)

Die Gesellschaft wandelt sich erneut: Studentenproteste, Popkultur, starke Frauen prägen die Zeit. Musikfestivals, Disco, Mode und Kunst feiern das Anderssein, neue Freiheiten werden ausprobiert. Die Welt wird bunter, individueller – und auch ein wenig rebellischer.

Schmuck ist jetzt Statement pur: Massive Goldketten, breite Armreifen, Cocktailringe mit grossen Farbedelsteinen. Die Schmuckhäuser experimentieren mit Oberflächen: Hammerschlag, Texturen, Münzen, aber auch tierische Motive wie die Cartier-Panther oder Bulgari-Schlangen. Werbeanzeigen und Promifotos zeigen Mut zu Extravaganz, Selbstbewusstsein und Kreativität. Schmuck ist Spiegelbild der gesellschaftlichen Umwälzungen – kraftvoll, mutig und einzigartig. Die Skizzen sind oft expressiv, farbenfroh, zeigen das neue Selbstverständnis: Schmuck darf alles – und jeder kann ihn tragen.

Historisches Beispiel

Cartier Ohrclips aus der «Ébène et Or»-Linie aus Horn
und strukturiertem Gelbgold, um 1970

Cartier brachte in den 1970er-Jahren mehrere avantgardistische Kollektionen heraus, bei denen Gold mit organischen Materialien wie Ebenholz, Horn oder auch Koralle kombiniert wurde. Diese Arbeiten gehören in den Kontext der sogenannten «New Jewellery» Bewegung dieser Zeit, wo markante Kontraste und grosszügige Formen den Ton angaben.

Weitere Schmuckstücke

Fuchs-Brosche von Piaget aus Gelbgold mit Koralle, Smaragden, Onyx und Diamanten, um 1970

Cartier Armband-Set aus der «Ébène et Or»-Linie aus Horn und strukturiertem Gelbgold, um 1970